Wie funktioniert die Förderung? Was muss ich beachten? Wem muss ich wann welche Unterlagen einreichen? Diese und andere Fragen zum Ablauf der Förderung stellen wir Ihnen hier vor. Unabhängig von freigeschalteten Aufrufen können Sie jederzeit mit einer Projektvoranfrage bei uns prüfen lassen, ob für Sie eine Förderung möglich ist. Zur Vorbereitung reichen Sie Bitte Ihre Vorhaben und Ideen mit Hilfe der Projektvoranfrage im Regionalmanagement der Region ein!

LEADER-Entwicklungsstrategie

Die LEADER-Entwicklungsstrategie zeigt, wie sich die Region ihre zukünftige Entwicklung vorstellt, welche Ziele sie verfolgt und mit welchen Maßnahmen sie diese Ziele erreichen will. Sie ist die Grundlage für thematische Aufrufe, nach denen sich Bürger, Unternehmen, Vereine und Gemeinden mit ihren Projektideen, Vorhaben um eine EU-Förderung bewerben können. Ein Entscheidungsgremium wählt nach den regionalen Prioritäten die besten Vorhaben aus.

Die Strategie steht im Einklang mit für die Region relevanten, fachspezifischen Planungen und trägt zur Erreichung der Ziele des „Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (EPLR 2014 – 2020)“ bei.

Dabei konnte sich die Region mit der LES ihre eigene Förderrichtlinie erarbeiten und selber entscheiden, welche Maßnahmen gefördert werden sollen und wer als Projektträger in welcher Höhe auf Fördermittel zurückgreifen kann. (Aktionsplan)

Die LEADER-Entwicklungsstrategie für unsere Region „Sächsische Schweiz“ können Sie hier herunterladen: (LES-Bericht // LES -Anlagen)

 

Ablauf

Skizze Projektablauf-001.jpg
Von der Idee zur Förderung

Der Weg von der Idee zur Förderung – das RM begleitet Sie beratend von der Projektidee über die Vorbereitung der Antragsunterlagen bis hin zur Antragseinreichung bei der Bewilligungsbehörde.

Das Vorhabenauswahlverfahren sowie die Beratung im Regionalmanagement sind kosten- und gebührenfrei. Zur Vereinbarung eines persönlichen Termins, senden Sie uns Ihre Projektvoranfrage

Alle zum Stichtag eingereichten Vorhaben durchlaufen ein mehrstufiges Prüfungsverfahren:

Das Vorhaben muss die übergeordneten Vorgaben der EU, des Landes und der Region erfüllen. Der Abgleich erfolgt über die Kohärenzprüfung (siehe auch: Fachprüfungen)

Ein Teil der Kohärenzprüfung ist die Mehrwertprüfung. Diese stellt sicher, dass Vorhaben mit einem Mehrwert für die Region ausgewählt werden. Eine Mindestpunktzahl von 10 muss erreicht werden.

Je nach Projektinhalt erfolgt abschließend die  Fachprüfungen.

Im Ergebnis der Mehrwert- und Fachprüfung steht eine Gesamtpunktzahl. Anhand der Gesamtpunktzahl werden alle eingereichten Vorhaben in einer Rangliste mit anderen Vorhaben der gleichen Fördermaßnahme gelistet. Je nach ausgeschriebenen Budget und Rankingplatz kann das Vorhaben für eine Förderung berücksichtigt werden.

Formulare

Hier finden Sie alle notwendigen Antragsformulare. Lassen Sie sich im Regionalmanagement beraten welche Formulare Sie für Ihr Vorhaben brauchen.

Wichtig: Jeder Vorhabensantrag ist grundsätzlich zuerst, einmal in digitaler Form und einmal in Schriftform (mit allen dazugehörigen Unterlagen und Dokumenten) im Regionalmanagement einzureichen.

Aufrufe

Beispiel - Posaunenchor

Weihnachtliches Konzert
Weihnachtliches Konzert mit digitalem Notenständer

Nikolausgeschenk für den Dittersbacher Posaunenchor

Am 06.12.2018, im Rahmen der Regionalkonferenz des Vereins Landschaf(f)t Zukunft e. V., übergab Landrat Michael Geisler einen LEADER-Fördermittelbescheid von rund 60.000 EUR an den Posaunenchor Dittersbach. Mit diesen Mitteln aus dem Budget der LEADER-Region Sächsische Schweiz werden Anschaffungen für eine digitale Ausstattung des Pausenchores finanziert. Damit wird das analoge Notenbuch durch digitaler Notenständer abgelöst. Das Besondere: Die Musizierenden können ihre Stücke zeit- und ortsunabhängig einstudieren. Eine ganz neue Möglichkeit für den Posaunenchor die musikalische Nachwuchsarbeit auszubauen und ein generationsübergreifendes Miteinander zu gewährleisten.

Beispiel - Bahnhof Kohlmühle

Neues Kleid für das "Goßdorfer"-Bahnhofsgebäude

Ab 1877 wurde das Gebäude des Bahnhofes Goßdorf - Kohlmühle als Stationsgebäude der Regelspurstrecke Bad Schandau - Sebnitz genutzt. Nach der Eröffnung der Schmalspurbahn von Goßdorf-Kohlmühle nach Hohnstein (1897) erfolgte eine Erweiterung. Es beherbergte die Diensträume der Bahn, Warteräume für Reisende sowie Wohnungen für Bahnbedienstete. Seit 1990 standen die Diensträume leer. Mit dem Erwerb durch den Schwarzbachbahn e.V. wird das Gebäude als Vereinsheim und Museum sowie für Veranstaltungen genutzt. Eine Wohneinheit ist ebenfalls vermietet. 

Aussenhülle und Dach wurden mit Hilfe von LEADER-Fördermitteln saniert.

Beispiel - Freizeitplatz beim ZirkelsteinResort

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Es kann losgehen - feierliche Übergabe des Fördermittelbescheides

Fußball, Handball oder Basketball?
Hier geht bald alles!

Bei strahlendem Sonnenschein übergab Herr Landrat Geisler am 09.10.2018 den Fördermittelbescheid zum Bau eines Bolzplatzes an Herrn Martin, Geschäftsführer des ZirkelsteinResorts.

Mit ca. 60.000 EUR LEADER-Fördermitteln wird die ZirkelsteinResort gGmbH bei ihrem Vorhaben unterstützt. Bis Ende Oktober entsteht ein Kunstrasenplatz mit Sportgeräten für Fußball, Handball und Basketball. Die Besucher und vor allem die Jugendgruppen – die hier zu Gast sind – nutzen die auf dem Gelände angebotenen Freizeitmöglichkeiten gern. Mit dem neuen Bolzplatz, der direkt neben dem Beachvolleyballplatz liegt, schafft das ZirkelsteinResort eine zentrale Begegnungsstätte für Sport, Spiel, Spaß und vieles mehr.

Wichtig ist den Investoren, dass auch die Einwohner von Reinhardtsdorf-Schöna von diesem Angebot profitieren – so können sie, ihre Gäste oder auch die ortsnahen Kitas und Schulen den Bolzplatz nutzen.

Beispiel - Altes Pfarrhaus Ottendorf

Altes Haus in liebevolle Hände zu geben

Eigentlich wohnen sie gut, die Meinels. In Altkötzschenbroda, zweite Reihe - da haben sie seit 10 Jahren ein wunderschönes Reihenhaus gemietet.

Aber es gibt noch das 250 Jahre alte Haus in Ottendorf bei Pirna, etwas instand gesetzt, damit man dort ein paar Wochenenden im Sommer verbringen kann. Doch das Haus wollte mehr. An der Nordseite wurde ein Riss im Mauerwerk breiter und breiter, der Westgiebel drohte abzurutschen und das Dach verlor seine Ziegel. Es war klar, das Haus braucht eine grundlegende Instandsetzung und das klingt nach viel Geld, Zeit und Mühe. Warum sollte man sich das antun? Am besten, wir werden das alte Ding los und hoffen, dass es irgendwelche Verrückte gibt, die sich das antun wollen, dachte Familie Meinel.

Und nun sind sie selber die Verrückten. Vor zwei Jahren haben sie mit dem Architekten das Haus auf dem Papier auseinander genommen und wunschgemäß zusammengesetzt. Dann kam die Denkmalschutzbehörde und stellte ihre Forderungen. Die gesamte Planung musste über den Haufen geworfen werden. So hat Familie Meinel LEADER-Fördermittel beantragt, um finanziell die Anforderungen des Denkmalschutzes umsetzen zu können. Mit Hilfe von regionalen Handwerkern, die mit einem alten Fachwerkhaus etwas anfangen können, wurde im April 2016 mit dem Vorhaben begonnen. Das Haus ist fast fertig und wurde Ende April bezogen. Dafür ist das Portemonnaie leer und die Kreditmittel aufgebraucht. Der Bau wurde teurer, anstrengender und nervenraubender als es sich Familie Meinel je vorstellen konnte. Doch die Meinels würden sich immer wieder so entscheiden, denn sie sind die Verrückten die es schaffen!