Was ist ein Umgebindehaus?

Das Umgebindehaus unterscheidet sich von anderen Haustypen grundsätzlich durch eine andere Ableitung der Obergeschoss- und Dachlasten auf den Baugrund.

Das Umgebindehaus besteht in der Regel aus mindestens zwei voneinander unabhängigen Baukörpern.

Entstehungsgeschichte der Umgebindehäuser.

Im 11.und 12. Jahrhundert bestanden in den Regionen der Sächsischen Schweiz und der Oberlausitz viele zusammenhängende Waldgebiete.

Durch die Ostkolonisation kamen immer mehr Menschen aus Franken, Thüringen und Flandern in das Gebiet der slawischen Bewohner. Die Wälder wurden gerodet und an den Flussniederungen entstanden neue Siedlungen. Die Slawen kannten als Haupthausbauweise den Holzblockbohlenbau. Das ist eine sehr holzintensive Bauweise. Mit den Einwanderern kam auch die holzsparendere Fachwerkbauweise in die Region. Einfache Dorfhandwerker entwickelten aus beiden Bauweisen das Umgebindehaus. Damit wurden die klimatischen Vorteile einer Blockstube mit dem holz sparenden Fachwerkbau in einem Haus verbunden.

Die Blütezeit der Umgebindebauweise liegt etwa im Zeitraum von 1500 bis 1900. Ihr gesamtes Verbreitungsgebiet reicht von Schlesien über Nordböhmen und das Erzgebirge bis zum Vogtland und Thüringen. Vereinzelt findet man Umgebindehäuser auch in Frankreich, Belgien und Norddeutschland.

Blockbohlenhaus
Blockbohlenhaus
Fachwerkhaus
Fachwerkhaus
Umgebindehaus
Umgebindehaus

Umgebindeland

Projektkoordinator Umgebindeland Sächsische Schweiz

Joachim Oswald,

Siegfried-Rädel-Straße 9

01796 Pirna

Tel.: 03501  4704871

Fax: 03501  5855024

E-Mail: joachim.oswald@re-saechsische-schweiz.de

 

 

Stiftung Umgebindehaus

Arnd Matthes

Ernst-Thälmann-Straße 42

OT Neugersdorf

02727 Ebersbach-Neugersdorf

Tel.:    03586 3695815

Mobil: 0152 08764846

Web: www.stiftung-umgebindehaus.de