Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in Ländliche Gebiete

Europäische Kommission für landwirtschaftliche Entwicklung

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Neues Förderangebot für Bildungsinfrastruktur in der ländlichen Entwicklung – Wie das eine tun, ohne das Andere zu lassen...?! 

Unter dem Dach des Verein Landschaf(f)t Zukunft e.V. haben die beiden Integrierten Ländlichen Entwicklungsregionen – Regionen „Silbernes Erzgebirge“ und „Sächsische Schweiz“ im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge nun auch die Möglichkeit, mit ihren Entscheidungsgremien über die Förderung von Bildungsinfrastruktur zu befinden. Dazu gehören künftig auch die Modernisierung oder der Neubau von Schulgebäuden, Schulsporthallen, Schulsportaußenanlagen und Kindertageseinrichtungen.

Das Anliegen, die Bildungsstandorte für unsere Kinder und Jugendlichen im ländlichen Raum attraktiver zu gestalten, ist gut und wichtig. Allerdings hat das für die Budgets beider ILE – Regionen zur Folge, dass „die Karten neu gemischt werden müssen“. Der Bedarf am neuen Förderthema erweist sich als so groß, dass die Entscheidungsgremien (Koordinierungskreise)  in sachlicher Diskussion die Auswahlkriterien für die „Förderwürdigkeit“ der Projekte neu definieren werden. Dieses Votum des KK ist Grundlage für das Einreichen eines formellen Förderantrags bei der Bewilligungsbehörde des Landkreises.

Prioritäten in der Beförderung der Projekte der Regionen ergeben sich aus den Schwerpunkten und Leitprojekten der Entwicklungskonzepte der ILE – Regionen. In dem neuen Förderbereich der Bildungsstandorte wird es eine enge Abstimmung zu bedarfsgerechten Bildungsstätten und KITA’s im ländlichen Raum mit den Fachreferaten des Landkreises geben. 

In der ILE – Region „Silbernes Erzgebirge“ haben die KK – Mitglieder um eine neue Prioritätensetzung diskutiert. Im privaten Bereich stehen künftig Wohnumnutzungen nur noch Förderanliegen für junge Familien mit Kindern und Ehepaaren bis 40 Jahren im Fokus. Über die Umnutzung von Scheunen zu Wohngebäuden und die Ausstattung von Firmenräumen muss künftig Einzelfallweise entschieden werden. Auch bei den Kommunen wird es Einschnitte in den Förderkapiteln geben, weil für 2011 das Budget schon überzeichnet ist. Zur Verfügung stehen dem „Silbernen Erzgebirge“ knapp 10 Mio. und Projekte wurden für 13,5 Mio. € angezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Breitbandversorgung in den Gemeinden, Zurzeit sind damit knapp 2,5 Mio. € Fördermittel gebunden.

Also sind die kommunalen Vertreter gefragt, in Ihrem Haushalt die wichtigsten Projekte bei der Umsetzung an die Spitze zu setzen, damit die Eigenmittel ausreichen.

Ähnlich sieht es auch im ILE – Gebiet Sächsische Schweiz aus, wobei für 2011 kurzfristig noch Mittel zur Verfügung stehen!

In 2012 wird aufgrund der degressiven Fördermittel jeder einzelne Förderantrag noch kritischer unter die Lupe genommen werden müssen! Die Wirkung und Effekte der Projekte für unsere Regionen im Hinblick auf die Lebensqualität, das Erkennen von Defiziten in der demographischen Entwicklung und dem Entgegenzusteuern, bilden die Entscheidungsgrundlage. Die Förderung der Sicherung von Arbeitsplätzen und beschäftigungswirksamen Maßnahmen, die Werte und Ressourcen hier zu binden, stehen im Mittelpunkt der Förderpolitik des Vereins mit seinen ILE – Gebieten.

 

 

Festlegungen des Koordinierungskreises der ILE – Region Sächsische Schweiz zur Umsetzung des ILEK der Region unter den Bedingungen der Änderung der ILE – Richtlinie vom 06.05.2011 

Grundsätzliche Aufgabe ist die sachliche Bindung des vorhandenen Budgets der ILE – Region Sächsische Schweiz in Höhe von 6.058.000,00 € zum 30.09.2011. 

Für alle Projektanträge zu den bekannten Förderkapiteln gilt als Abgabezielstellung der vollständigen Antragsunterlagen der 30.06.2011. 

Für alle Projektanträge zum neuen Förderkapitel G 1.1.5 wird als Abgabetermin der vollständigen Unterlagen der 25.07.2011 festgelegt. 

Bei Vorhandensein von freien Fördermitteln aus anderen Regionen Sachsens besteht ab 01.10.2011 die Chance die Deckung dieser Projektanträge aus diesem Mittelfond zu finanzieren und damit die teilweise oder vollständige Wiederherstellung der Budgetierungssummen für 2012 / 2013 zu erreichen. 

Damit in den folgenden Förderjahren die Anforderungen des ILEK der Region Sächsische Schweiz umgesetzt werden können, ist eine Vorgriffbewilligung nur bis zu einer Höhe von maximal 3.102.000,00 € möglich.  

Nach den zum 25.05.2011 vorliegenden Bedarfserklärungen ist eine Einschränkung der Förderung von Projektanträgen im Kapitel G 1.1.5 für die ILE – Region Sächsische Schweiz nicht notwendig. 

Zur Sicherung einer kontinuierlichen Mittelbindung in den Folgejahren werden die Kommunen aufgefordert bis zum 31.01.des jeweiligen Jahres alle geplanten Projektanträge im Kapitel C und im Kapitel G einzureichen. Damit kann ermittelt werden, welche Budgetkapazitäten für die Antragstellungen in den Kapitel A, B, E und H für das Jahr zur Verfügung stehen.  

Zielstellung für die Einreichung der Projektanträge zu den Förderkapiteln A, B, E und H im Regionalmanagement ist der 31.03. des jeweiligen Jahres. 

Alle später eingereichten kommunalen Anträge sowie Projektanträge für das Kapitel F werden nur bei freibleibendem Fördermittelbestand zum 30.06. des laufenden Jahres gevotet. 

Die dargestellten Festlegungen gelten für das Förderjahr 2011. In der Beratung des Koordinierungskreises im Oktober oder November 2011 erfolgt eine Neubewertung der Budgetsituation und die Festlegung der Handlungsschwerpunkte für den Förderzeitraum 2012 und 2013

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Landschaf(f)t Zukunft e. V.
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