Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in Ländliche Gebiete

Europäische Kommission für landwirtschaftliche Entwicklung

www.eler.sachsen.de

Die Entwicklung und Förderung der ländlichen Regionen wird auch 2011 fortgeführt.

Mit dem Verein Landschaf(f)t Zukunft e.V. gibt es eine einheitliche Trägerstruktur für die Regionalmanagements „Silbernes Erzgebirge“ und „Sächsische Schweiz“ im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge.

Ein Instrument der Förderung ist die ILE – Richtlinie. Integrierte Ländliche Entwicklung – Verwirklichen von Ideen und Projekten zur Stärkung des ländlichen Raumes.

Die Förderrichtlinie ist ein Baustein im Prozess der weiteren Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen außerhalb der städtischen Ballungsgebiete.

Oberziel der ILE ist die Zusammenarbeit der gesamten Region auf der Grundlage einer gemeinsamen Handlungsstrategie, dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK). Die Handlungsstrategie sollte dabei nicht vorrangig auf die Akquirierung von Fördermitteln ausgerichtet sein, sondern auf die tatsächlichen Anliegen der Region.

„Die regionale Partnerschaft benötigt eine klare, simple Strategie. Ein, zwei, maximal drei Kernpunkte kann man verfolgen, alles andere versteht und glaubt dann auch niemand.“ (Dipl.-Ing. Brigitte Nolopp, Geschäftsführerin Region Ostfriesland e.V.)

In beiden Regionen besteht als höchstes regionales Entscheidungsgremium ein Koordinierungskreis. In den Koordinierungskreisen werden durch den Träger der Regionalentwicklung für die einzelnen Regionen wichtige Vertreter von Institutionen, Firmen und Vereinigungen berufen. Zur Unterstützung können je nach den regionalen Besonderheiten verschiedene Arbeitsgruppen mit Fachkräften aus den jeweiligen Fördergebieten gebildet werden. Mit Hilfe dieser AG bereiten die Regionalmanagements die Projekte für eine Entscheidung zur Förderwürdigkeit vor. Das Landratsamt hat die Aufgaben des ehemaligen Amtes für ländliche Entwicklung in Kamenz übernommen und entscheidet als Bewilligungsbehörde über die Förderfähigkeit eines Projektes.

Innerhalb der ILE - Richtlinie können zum Beispiel folgende Maßnahmen unterstützt werden:

  • · gewerblicher beschäftigungswirksame Maßnahmen, Maßnahmen zur Grundversorgung der Bevölkerung, einschließlich Versorgung mit Breitbandtechnologien;
  • · Beherbergung und kleine Infrastrukturen im Landtourismus – (gilt nicht in Kur- und Erholungsorten);
  • · Technische kommunale Infrastruktur (kommunaler Straßenbau);
  • · Verbesserung der Agrarstruktur (Flurneuordnungsverfahren);
  • · Bauliche Maßnahmen zur Umnutzung, Wiedernutzung ländlicher Bausubstanz für private Wohnnutzung als Hauptwohnsitz, insbesondere für junge Familien (keine Vermietung);
  • · Siedlungsökologische Maßnahmen (Abriss nicht erhaltungsfähiger Bausubstanzen Flächenendsieglungen;
  • · Soziokulturelle Infrastruktur und ländliches Kulturerbe;
  • · Strategieentwicklung und deren Umsetzung im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung

Alle Projektträger sollten die folgenden Punkte eindeutig darstellen können:

  • Die Projektinhalte müssen eindeutig dargestellt und abgegrenzt werden.
  • Der Zuwendungsempfänger muss Eigentümer oder Erbbauberechtigter sein.
  • Es ist ein schlüssiges Finanzierungskonzept und ein realisierbarer Zeitplan ist beizulegen.
  • Die Planungsunterlagen sind mit einem Bauplaner gemäß DIN 276 zu erarbeiten.
  • Dem formlosen Antrag sollte eine Stellungnahme der Kommune beigefügt werden.
  • Wenn es sich um ein Denkmal handelt ist eine Voranfrage bei der zuständigen Denkmalschutzbehörde zu stellen.
  • Der Antrag sollte mit einigen aussagefähigen Digitalfotos des Objektes untersetzt werden.
  • Für eine gewerbliche Nutzung benötigen wir eine Wirtschaftlichkeitsberechnung und ein eindeutiges Betreiberkonzept mit der Nachweisführung für die Nachhaltigkeit des geplanten Gewerbes.
  • Bei der Umnutzung ländlicher, Bausubstanz ist es wichtig, dass mind. 50 % der Altbausubstanz erhalten bleiben, und dass das Objekt von einem Bauvorlageberechtigten als Umnutzungsfähig eingeschätzt wird.

Kontakte

Regionalmanagement Region "Sächsische Schweiz"

Siegfried-Rädel-Straße 9
01796 Pirna

info@re-saechsische-schweiz.de
Tel.:  03501 4704870
Fax: 03501 5855024

Web: www.re-saechsische-schweiz.de

Landschaf(f)t Zukunft e. V.
Siegfried-Rädel-Straße 9
01796 Pirna

ulrike.funke@landschaftzukunftev.de

Tel.:  03501 5855020
Fax: 03501 5855024

Web: www.landschaftzukunftev.de