Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in Ländliche Gebiete

Europäische Kommission für landwirtschaftliche Entwicklung

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ILE – Förderprogramm rettet ein Umgebindehaus vor dem Verfall

 

Auf der Bischofswerdaer Straße 251 im OT Niederottendorf der Stadt Neustadt in Sachsen steht ein großes Bauernhaus mit einer Fachwerkimitation und einer von einer Umgebindekonstruktion umschlossenen slawischen Blockstube – ein Umgebindehaus.

Das Gebäude gehört zu den 275 in der Region Sächsische Schweiz noch erhalten gebliebenen Umgebindehäusern. Nach jahrelangem Leerstand und damit auch dem zunehmenden Verfall der Gebäudesubstanz haben sich Menschen gefunden dieses Bauwerk wieder einer Nutzung zu zuführen.

Unterstützt werden Sie vom Projektkoordinator der Umgebindehauslandschaft Sächsische Schweiz und dem Regionalmanagement der ILE – Region Sächsische Schweiz.

Auf der Grundlage einer Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeption (ILEK) werden hier Fördermittelanträge zum Erhalt, zur Um- oder Wiedernutzung alter, ländlicher Bausubstanz bearbeitet. Dazu nutzen die Projektträger die Förderrichtlinie zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE).

Die Richtlinie ist in verschieden Förderkapitel eingeteilt. Einen Überblick dazu gibt es auf dieser Website des Regionalmanagements

Ein wichtiger Bestandteil ist das Förderkapitel „E“ - Bauliche Maßnahmen zur Umnutzung, Wiedernutzung oder zur Erhaltung ländlicher Bausubstanz für private Zwecke, insbesondere für junge Familien. Dieser Fördertatbestand wird unter anderem auch für das Gebäude in Niederottendorf verwendet.

Es wird unterschieden nach Wohnumnutzung Kapitel E 1.1 (z B. Umbau einer Scheune oder des Scheunen- bzw. Stallteils eines Wohnstallhauses) und nach Wohnwiedernutzung Kapitel E 1.2 wenn in dem Gebäude schon einmal Wohnungen genutzt wurden.

Für beide Fälle gilt, dass die Gebäude / Gebäudeteile leerstehend sind - also ungenutzt.

Der Fördersatz beläuft sich in der Regel auf 35 % der förderfähigen Kosten. Junge Familien können bei entsprechenden Voraussetzungen einen Fördersatz von 45 % der förderfähigen Kosten erhalten.

Für beide Nutzungsarten gilt, dass es seit Januar 2010 keine Begrenzung der Wohnflächen mehr gibt, dass die Gebäudesubstanz wiedernutzungsfähig ist und dass mindestens 50% der Altbausubstanz erhalten werden müssen.

Ein Neubau ist nicht Förderfähig.

Seit August 2009 werden für beide Nutzungsformen eines Gebäudes Fördermittel auch für den Innenausbau gewährt.

Die maximale Fördersumme beträgt bei einer Umnutzung 150.000,- € und mindestens 15.000,- €. Wichtig ist die Baumaßnahmen dürfen bis zur Bewilligung nicht begonnen werden.

Gilt der Umbau als Wiedernutznung sind für die Förderung eine Maximalgrenze von 100.000,- € und eine Mindestgrenze von 10.000,- € festgeschrieben.

Dem formlosen Antrag sollte ein Flurkartenauszug, eine Stellungnahme der Kommune, einige aussagefähige Digitalfotos, wenn es sich um ein Denkmal handelt eine Voranfrage bei der zuständigen Denkmalschutzbehörde sowie ein schlüssiges Finanzierungskonzept beigelegt werden. In jedem Fall sind die Planungsunterlagen mit einem Bauplaner gemäß DIN 276 zu erarbeiten.

Kontakt:

Projektkoordinator der Umgebindehauslandschaft

Sächsische Schweiz

Herr Joachim Oswald

Hartmannsbach Nr. 39, 01816 Bad Gottleuba

Tel.: 035023 51640

E-Mail: joachim.oswald@re-saechsische-schweiz.de

Umgebindehaus in Niederottendorf
Umgebindehaus in Niederottendorf
Blockstube
Blockstube
Umgebindehaus Giebelansicht
Umgebindehaus Giebelansicht

Kontakte

Regionalmanagement Region "Sächsische Schweiz"

Siegfried-Rädel-Straße 9
01796 Pirna

info@re-saechsische-schweiz.de
Tel.:  03501 4704870
Fax: 03501 5855024

Web: www.re-saechsische-schweiz.de

Landschaf(f)t Zukunft e. V.
Siegfried-Rädel-Straße 9
01796 Pirna

ulrike.funke@landschaftzukunftev.de

Tel.:  03501 5855020
Fax: 03501 5855024

Web: www.landschaftzukunftev.de