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Start des „Fachrings Umgebindehaus“ – erste Experten der einzigartigen Bauweise erhielten Qualitätszertifikate

 

Hohe Anforderungen an fachgerechte Sanierung fixiert / Deutsch-tschechische Gemeinschaftsarbeit zum Ausbau das Netzwerkes bis 2012

 

Zittau, 24. November 2009 –

Neue Chancen für den bedrohten denkmalgeschützten Hausbestand in der Sächsischen Schweiz und im Dreiländereck der Oberlausitz. Der „Fachring Umgebindehaus“ wird ab jetzt Spezialisten dieser Bauweise vereinen. Die ersten Zertifikate wurden am Dienstag in Zittau an Tischlermeister Frank Höhne aus Taubenheim, den Freien Architekten Ulrich Hupfer aus Hohnstein, den Freien Architekten Knut Wolf aus dem Kurort Jonsdorf und Maurermeister Thomas Kurze aus Schönbach übergeben. Sie haben nachgewiesen, dass sie fähig und willen sind, sich bei der Umgebindehaussanierung hohen Anforderungen zu stellen.

Die Handlungsmaßstäbe für die Mitglieder der neuen Qualitätsgemeinschaft wurden vom Verein für die Qualitätsmarke „Fachring Umgebindehaus“ e.V. gemeinsam mit der Stiftung Umgebindehaus erarbeitet. Damit liegen nun erstmals konkrete Kriterien für die denkmalgerechte Arbeit an Umgebindehäusern vor.

„Alle Gewerke, die an diesen Gebäuden tätig sind, können sich um die Qualitätsmarke und damit um die Zugehörigkeit zu der Spezialistengemeinschaft bewerben. Die Webseite www.fachring-umgebindehaus.eu gibt erste Auskünfte dazu“, sagte Vereinvorsitzender Ronny Hausmann, Malermeister und Restaurator aus Spitzkunnersdorf. Den Hauseigentümern wolle der Verbund künftig gebündelte Fachkompetenz und so die Sicherheit sorgfältiger und nachhaltiger Arbeit bieten.

Vorsitzender des Fachbeirates Matthias Schwarzbach von der Stiftung Umgebindehaus begrüßte die Initiative der Handwerker und Planer. „Das ist ein klares Bekenntnis der Praktiker zu den unwiederbringlichen Kulturgütern und zur Qualitätsarbeit an ihnen.“

In den nächsten Jahren soll der „Fachring Umgebindehaus“ zu einer starken Gemeinschaft von Handwerkern, Architekten und Bauingenieuren werden.

Er wird mit Partnern aus Tschechien kooperieren und auch dort eine Plattform von Umgebindehausakteuren unterstützen. Das sieht unter anderem auch ein Förderprojekt aus dem deutsch-tschechischen Programm Ziel 3/Cíl 3 vor. Der offizielle Auftakt zu diesem Projekt wurde Mitte Oktober mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten an einem maroden Umgebindehaus in Cunewalde gegeben.

„Bis 2012 wollen wir ein grenzübergreifendes Netzwerk von Fachleuten schaffen. Gemeinsam werden wir die erarbeiteten Handlungsmaßstäbe und Qualitätsanforderungen diskutieren, weiterentwickeln und erproben“, sagt Projektleiter Dr. Günter Hanke vom Holzhaus Bautzen e.V.

Der Praxistest wird innerhalb des Ziel 3/Cil 3 Projektes am Cunewalder Objekt und an einem Umgebindehaus im tschechischen Lipova erfolgen. Diese Parallelsanierung sei eine große Herausforderung an die Leistungsfähigkeit und den Gemeinschaftssinn der deutschen und tschechischen Spezialisten.

Das Förderprojekt „Grenzüberschreitendes Netzwerk für die Bewahrung der Umgebindehäuser“ verwirklichen unter Regie des Holzhauses Bautzen e.V. vier deutsche und tschechische Partner. Zu ihnen gehört der Verein für die Qualitätsmarke „Fachring Umgebindehaus“ e.V., der 2007 von Fachleuten aus der Oberlausitz und der Sächsischen Schweiz gegründet worden war. Er hat die Grundlagen für die neue Qualitätsmarke geschaffen und vergibt sie nach Begutachtung und Prüfung der eingereichten Bewerbungsunterlagen.

Ronny Hausmann                                                            Joachim Oswald

Vereinsvorsitzender                                                          Projektkoordinator Umgebindeland

Fachring Umgebindehaus                                             Sächsische Schweiz

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