Wenn ein Haus einen nicht loslässt und LEADER-Mittel helfen unseren Traum zu erfüllen!

Eigentlich wohnen wir in unserem gemieteten Reihenhaus in Altkötzschenbroda ganz schön. In zweiter Reihe, etwas abseits vom Trubel und wenn wir wollen, doch mittendrin, alles wunderschön, zum Wohlfühlen.

Und dann gibt es noch dieses eine alte Haus in Ottendorf bei Pirna, ca. 250 Jahre alt, etwas instand gesetzt, so dass wir ab und zu ein paar Wochenenden im Sommer dort verbringen konnten. Doch das Haus forderte immer stärker unsere Aufmerksamkeit: an der Nordseite wurde ein Riss im Mauerwerk breiter und breiter, der Westgiebel drohte abzurutschen, das Dach verlor seine Ziegel, Wind und Regen konnten ungehindert durch den Dachboden peitschen. Uns war klar, das ist nicht einfach reparierbar. Das Haus braucht eine grundlegende Sanierung und das klingt nach viel Geld, Zeit und Mühe. Warum sollen wir uns das antun? Wir wohnen schön und fühlen uns wohl in Radebeul. Also wir sollten schnellstmöglich das alte Ding loswerden und hoffen, dass es irgendwelche Verrückte gibt, die sich das antun wollen.

Und nun sind wir doch selber die Verrückten - zu viele schöne Erinnerungen von entspannten Tagen in ruhiger Umgebung mit Luft, die einen berührt wie Seide und nachts der Himmel mit dem Leuchten von unzähligen Sternen verbinden wir damit, da kann Radebeul nicht mithalten. Durch die Autobahn ist für uns auch der Arbeitsweg nach Dresden realisierbar und die Baukredite sind zurzeit günstig. Also haben wir mit einem Architekten das Haus auf dem Papier auseinander genommen und wunschgemäß wieder zusammengesetzt. Doch dann kam die Denkmalschutzbehörde und stellte ihre Forderungen. Unsere gesamte Planung war nur noch Makulatur. Also nochmal zurück auf Anfang, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und mit der Unterstützung durch die LEADER-Fördermittel können wir auch die Anforderungen des Denkmalschutzes umzusetzen. Mit Hilfe von Handwerkern aus der Umgebung, die noch mit so einem alten Fachwerkhaus etwas anfangen können, haben wir im April letzten Jahres unser Vorhaben begonnen. Die Männern von HI-Bau haben dem alten Haus einen sicheren Stand verpasste, die Zimmerei Scharfe und Dachdecker Jäpel sorgten für ein stabiles Dach, die wunderschönen Sprossen- und Kastenfenster fertigte Tischler Schindler. Mit Christian Linge haben wir einen Fachmann, der mit seinen Wissen und Fertigkeiten uns geholfen hat, das Haus in alter traditioneller Lehmbauweise und somit ökologisch zu sanieren. Das Haus ist fast fertig und wir hoffen Ende April einziehen zu können. Und wenn wir dann die LEADER-Fördermittel ausgezahlt bekommen, kann vielleicht doch noch mancher kleiner Wunsch realisiert werden. Denn unser Portemonnaie ist leer und die Kreditmittel aufgebraucht. Der Bau wurde teurer, anstrengender und Nerven raubender als wir uns je vorstellen konnten. Doch wir würden uns immer wieder so entscheiden, denn wir sind die Verrückten und wir schaffen das!

Altes Pfarrhaus Ottendorf.jpg
Altes Pfarrhaus Ottendorf.jpg
Bauzustand bei Baubeginn.JPG
Bauzustand bei Baubeginn.JPG
Der Giebel steht wieder.jpg
Der Giebel steht wieder.jpg

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Regionalkonferenz
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